
Fast jeder, der mit dem Livestreaming starten möchte, steht vor der Frage, welche Technik dafür benötigt wird und welche Software, Geräte und Hersteller zu empfehlen sind. Wir geben einen kurzen, einsteigerfreundlichen Überblick mit passenden Empfehlungen.
Weitere häufige Fragen zum Einstieg ins Livestreaming beantworten wir übersichtlich in einem weiteren Blogpost.
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Beim Streaming haben wir viele Möglichkeiten für ein geeignetes Setup - mit mehr oder weniger Equipment - je nach Budget, Workflow und eigenen Vorlieben einzurichten. Es gibt eine Vielzahl an verschiedenen Geräten, die mit Vor- und Nachteilen für bestimmte Anwendungsbereiche und Nutzungsszenarien daherkommen. Da sich die Anforderungen bei vielen Setups unterscheiden, gehen wir hier die gängigsten Geräte durch, um einen Überblick und etwas Inspiration zu vermitteln.
Da sich dieser Blogpost mit möglichst einsteigerfreundlicher Livestream-Technik beschäftigt, folgen hier Empfehlungen vorrangig für kleine bis mittlere Budgets. Wer Empfehlungen und Beratung zu hochwertigerer Technik oder für ein anspruchsvolles individuelles Setup benötigt, kann sich gerne direkt bei uns melden - hier gehts zum Kontakt. Wer Technik ausprobieren möchte, kann dies über unsere deutschlandweite Technikvermietung oder direkt in unserem Studio in Rostock tun.
Vorab sollte man sich einen Überblick verschaffen, welche und wie viele Audio- und Video-Quellen eingebunden werden sollen. Es kann gerade für Einsteiger Sinn machen, sich dies schriftlich bzw. visuell festzuhalten, um den eigenen Bedarf besser zu verstehen. Auch eine Liste möglicher "Szenen" (verschiedene Anordnungen von Videoquellen sowie Platzhalter-Szenen z.B. "Stream startet bald" oder "kurze Pause") kann hilfreich sein.
Weiterhin können zusätzliche Anforderungen wie beispielsweise Greenscreen-Nutzung oder "Alerts" und Overlays vermerkt werden.
Im Anschluss kann die benötigte Technik aus den dazugehörigen Kategorien konkretisiert werden:
PC-Basics: PC/Laptop | Software
Video-Hardware: Kameras/Webcams | Capture Cards | Videopulte | Monitore
Audio-Hardware: Mikrofone | Kopfhörer/Headsets | Audiointerfaces/Mischpulte
Zubehör / sonstiges: Beleuchtung | Streaming Controller | Greenscreens | Stative
Für die meisten Setups empfiehlt es sich einen PC mit entsprechender Streamingsoftware zu nutzen - gerade wenn der Inhalte vorrangig vom selben PC eingebunden werden soll (z.B. Gamingcontent oder andere Bildschirminhalte). Aber auch bei Setups, die über spezielle Streaming-Hardware (z.B. Video-Mischpult oder Switcher) senden, bietet ein PC meist zusätzliche Funktionalität und Kontrolle.
Die Hauptanforderung an unseren PC sollte sein, dass er jederzeit genügend Leistung bringt, um die ihm aufgetragenen Aufgaben ohne Mühe zu erfüllen. Ein zu schwacher PC kann zu Aussetzern oder sogar zum ungewollten Abbruch unseres Streams führen - auch können Probleme und Aussetzer mit den Programmen auf dem PC (besonders bei grafikintensiven Videospielen) auftreten. Relevante Bauteile hier sind vorrangig der Prozessor und die Grafikkarte.
Wer nur externe Quellen und Videosignale über "Capture-Cards" (s. Abschnitt Zubehör) auf seinem PC zusammenführen möchte, benötigt deutlich weniger Leistung. Teilweise wird zusätzlich zum Gaming-PCs ein "Streamingrechner" eingesetzt, der sich vorrangig um das Verarbeiten und "Senden" des Audio- und Videosignals an die jeweillige Plattform kümmert, um durch besser verteilte Rechenleistung und geringere Auslastung das gesamte Setup resistenter gegen Ausfälle zu machen.
Im Bereich PC möchten wir aufgrund der vielen und schnell wechselnden Konfigurationsmöglichkeiten und möglichen individuellen Vorlieben des Streamers hier keine starre Empfehlung abgeben - wer die Anschaffung eines Gaming-PCs oder -Laptops plant, sollte sich sowieso konkret mit seinem Bedarf auseinandersetzen; Die nötige Extraleistung für Streaming sollte dabei gleich mit einkalkuliert werden.
Für weniger rechenintensive Streaming-Anwendungen wie "Just Chatting" und Webinare sowie für den Einsatz als Streamingrechner empfehlen wir gerne Laptops, da diese sich durch die Kompaktheit (Bildschirm und Tastatur platzsparend in einem Gerät), Transportabilität und Flexibilität für viele Einsatzbereiche und -szenarien eignen und alle gängigen Anforderungen eines "normalen Nutzers" erfüllen:
HP 9R3M6EA (*)
Günstiger Einstiegslaptop mit großem 17"-Display für einfache Streaming- oder Videokonferenz-Anwendungen
Vorteile: sehr großes 17" FullHD-Display, günstiger Preis
Neutral: Windows 11 Home, AMD Ryzen 5 (7520U) Prozessor, 8GB Arbeitsspeicher, 500GB Speicher
Nachteile: keine dedizierte Grafikkarte, insgesamt nicht sehr leistungsstark
vielfältig nutzbares Powerhouse für digitale Creators und Streamer
Vorteile: starke Performance, sehr hochauflösendes Display, Anschluss von bis zu 2 zusätzlichen Displays möglich
Info: macOS, Apple M4-Chip, 16 GB Arbeitsspeicher & 512 GB SSD-Speicher
Nachteile: Preis
Neben Videokonferenzsoftware wie Zoom und Microsoft Teams gibt es spezielle Streamingsoftwares, die es ermöglichen unseren Content live auf verschiedene Plattformen zu bringen. Die bekanntesten Lösungen sind OBS (auch "OBS Studio", kurz für "Open Broadcaster Software"), Streamlabs OBS und Xsplit.
OBS ist mit Abstand am weitesten verbreitet, aber auch die erwähnten Alternativen können bedenkenlos genutzt werden. Die Programme stehen zum Download für fast alle Betriebssysteme zur Verfügung.
Für den kleinen Geldbeutel und einfache Integration eignen sich USB-Webcams besonders gut:
Für anspruchsvollere Setups gibt es USB-Webcams, die an professionelle PZT-Kameras angelehnt sind und Auto-Follow-Funktionen ("Tracking") bieten:
Wer externe Quellen über HDMI (z.B. weiteren PC, Konsolen oder professionelle Kameras) in seinen Stream einbinden möchte und über einen PC streamt, benötigt sogenannte Capture Cards, die das HDMI-Signal umwandeln und dem PC über USB verfügbar machen:
Für fast alle Streamer sind mehrere Bildschirme ein Muss, um den Überblick über Content, Streamingsoftware und die Interaktionen der Zuschauern zu behalten.
Portable Monitore benötigen wenig Platz, sind besonders flexibel (auch hochkant) nutzbar und können bestehende Setups super ergänzen:
Klassische PC-(Gaming-)Monitore bieten deutlich mehr Bildschirmfläche, schnellere Reaktionszeiten und höhere Framerates, benötigen aber auch mehr Platz und sind dadurch etwas weniger flexibel. Ideal für Gaming und "Festinstallationen":
Falls das am Headset vorhandene Mikrofon nicht dem eigenen Qualitätsanspruch genügt, bieten sich für eine optimale Audioqualität höherwertige Mikrofone an. Für eine einfache Integration und Software-gesteuerte Soundoptimierung bieten sich besonders USB-Mikrofone an:
Wer mehrere Mikrofone benötigt, z.B. insbesondere für Podcasts, ist meist mit XLR-Mikrofonen besser bedient. Der Anschluss erfolgt an einem Audiointerface oder Mischpult (s. nächster Abschnitt), das wiederum per USB mit dem Streamingrechner verbunden wird.
Wer XLR-Mikrofone oder weitere Audioquellen (Musikinstrumente/DJ-Pulte, Audioplayer, Telefone/Smartphones) in seinen Stream einbinden möchte, kommt an Audiointerfaces und Mischpulten nur schwer vorbei.
Mischpulte bieten gegenüber den meisten Interfaces besondere Funktionen wie Bluetooth-Audio, Loopback, Mix-Minus etc.:
Für ein optimales Kamerabild ist eine zusätzliche Ausleuchtung fast immer unerlässlich.
Wer regelmäßig streamt und verschiedene Szenen oder Assets nutzt, kann sich wichtige Einstellungen, Szenen und Shortcuts auf einen separaten Controller legen, um diese schneller und übersichtlicher zu bedienen:
Greenscreens erlauben es, die Objekte vor der Kamera in der Streaming-Software "freizustellen" und vor einen beliebigen Bild- oder Videohintergrund zu legen.
Als Einsteiger kann die Auswahl an Technik fürs Livestreaming überwältigend sein, davon sollte man sich aber nicht abschrecken lassen: Streaming-Setups können modular aufgebaut und später angepasst werden; Sollte ein Teil nicht (mehr) ausreichend Leistung bieten oder uns im kreativen Flow einschränken, kann es meist einfach ausgetauscht werden. Durch Ausprobieren verschiedener Technik lernt man die jeweiligen Eigenheiten bestimmter Modelle und Hersteller kennen - inklusive aller Vor- und Nachteile.
Als Alternative zu Neukäufen bietet der Gebrauchtmarkt eine große Auswahl. Wer bereit ist etwas Zeit in die Recherche zu stecken, kann echte Schnäppchen für das heimische Streaming-Setup landen. Gleichzeitig kann nicht mehr benötigte Technik zuverlässig und zu angemessenen Preisen wieder veräußert werden. So lässt sich bei einem langfristigen Interesse am Streaming das nächste Upgrade einfacher finanzieren.
Falls Du weitere Informationen oder Unterstützung benötigst, kontaktiert uns gerne.